Hundegesundheit

Knoblauch – giftig oder nicht?!

7. März 2022 |
von: admin |
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Ist Knoblauch giftig für unsere Hunde?

 

Was ist Knoblauch?

Knoblauch (Allium sativum) kommt ursprünglich aus Zentralasien. Dort wurde er schon vor über 5000 Jahren kultiviert. Seinen Weg nach Europa führte über das Mittelmeer. Danke an die Römer, welche dies, so vermutet man, übernommen haben.
In Klostergärten bauten die Mönche ihn als Heilpflanze an und der Knoblauch verbreitete sich über den ganzen Kontinent.

Botanisch gehört der Knoblauch zu einer Untergattung der Lauchgewächse.

 

Inhaltsstoffe

Neben den sekundären Pflanzenstoffen, liefert Knoblauch unter anderem Vitamine B1 und B6, Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Kupfer, Eisen und Mangan. Da Knoblauch normalerweise nur in geringen Mengen verwendet wird, fallen diese enthaltenen Nährstoffe aber kaum ins Gewicht.

 

Wirkung

Die positive Wirkung von Knoblauch wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Die Wissenschaft geht demzufolge davon aus, dass die gesundheitsfördernde Wirkung durch das Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe bewirkt wird. Hauptakteur ist der Stoff „Allicin“.

Allicin liegt in seiner Vorstufe, der Aminosäure „Alliin“, im Knoblauch vor. Werden die einzelnen Knoblauchzellen verletzt, sei es durch hacken, pürieren, zerdrücken, schälen oder schneiden, dann entsteht in Teamarbeit mit der Luft „Allicin“, also ein Umsetzungsprodukt von Alliin. Dieses erhöht den Spiegel wichtiger Antioxidantien im Blut, die wiederum freie Radikale bekämpfen. Es können Zellschäden repariert werden und sogar der Alterungsprozess soll verlangsamt werden können.

 

Knoblauch kann aber noch mehr:

Er zerstört Bakterien, wirkt demzufolge antibakteriell. Weiter wird dem Knoblauch eine antivirale und antiparasitäre Eigenschaft nachgesagt.
Die enthaltenen ätherischen Öle, überdecken den Milchsäuregeruch auf der Haut – was wir uns wiederum bei der Zeckenprophylaxe und gegen andere lästige Parasiten zu Nutzen machen können 💪.

 

Die Menge macht das Gift

Im Original heisst das Zitat von Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

Ja, tatsächlich ist Knoblauch giftig für Hunde. Aber!!! In geringen Mengen ist er nun mal auch sehr gesund 😉.
Ein 20 kg Hund müsste am Tag ca. 30 Knoblauchzehen fressen, damit es zu einer Blutarmut (Anämie) kommen könnte!
(Anämie: Bei einer Zwiebel- oder Knoblauchvergiftung werden die roten Blutkörperchen deines Hundes angegriffen: Die Folge ist eine Anämie, also eine Blutarmut, welche die Sauerstoffversorgung der Organe gefährdet und tödlich sein kann).

Diese Berechnungen habe ich im Netzt gefunden – danke, dass ich nicht alles neu berechnen muss – Quelle: https://wamiz.de/

  • Labrador und Golden Retriever (ab 25 kg): 41 Zehen
  • Deutscher Schäferhund (ab 20 kg): 33 Zehen
  • Französische Bulldogge (ab 8 kg): 13 Zehen
  • Mops (ab 6 kg): 10 Zehen
  • Malteser (ab 3 kg): 5 Zehen
  • Chihuahua (ab 1,5 kg): 2 Zehen

 

Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass kein Mensch, mit normalem Menschenverstand, seinem Hund diese Menge an Knoblauch servieren würde.

Hat dein Labrador eine ganze Knolle, welche in der Regel 10 bis 12 Zehen beherbergt, gefressen, dann siehst du nach den oben genannten Zahlen – dass da nichts passieren sollte!
Falls dein Hund sich selber an deinem Knoblauchvorrat bedient hat und du die Menge des gefressenen Knoblauches nicht nachvollziehen kannst, gehe bitte mit deinem Hund zum Tierarzt.

Und am einfachsten ist das Knoblauchthema abgetan: wenn sich dein Hund erst gar nicht über deine Vorräte hermacht 😁

Mein Hund mit 22 kg, bekommt 2 bis 3 Knoblauchzehen – hier liegt die Betonung ganz deutlich auf ZEHEN und nicht KNOLLEN!! 💥 – in seinem Gemüse-/Obstbrei mitpüriert. Diesen Brei bereite ich jeweils für 7 oder mehr Tage zu. Das bedeutet, dass sich die Menge der zugefügten Knoblauchzehen auf jeden einzelnen Tag reduziert.

 

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